Grundlagen der Langzeitbelichtung

Grundlagen der Langzeitbelichtung

Anna Münzebrock |

Fotograf Frank Fischer erklärt in diesem Teil unserer Blogserie zum Thema Filterfotografie, wie man mit Hilfe von Langzeitbelichtung Bewegungen dynamisch einfangen kann und welche Filter man dazu am besten verwendet.

Lange Belichtungszeit dank ND-Filter

Klassische Langzeitbelichtungen werden durch wenig vorhandenes Licht – etwa in der Nacht oder durch den Einsatz von ND-Filtern (Graufiltern) bei Tag erreicht. In der Regel ist der Einsatz eines Statives und Fernauslösers hierbei obligatorisch, weil das Bild aufgrund der langen Belichtungszeiten sonst verwackeln würde. Normalerweise ist ja eigentlich jeder Fotograf froh, wenn seine Belichtungszeiten gerade so kurz sind, dass ein scharfes Foto entsteht, warum sollte man also jetzt die Belichtungszeiten durch den Einsatz von ND-Filtern künstlich verlängern wollen?

Viele Fotos, auf denen sich bewegende Elemente zu sehen sind, wirken mit zwei Belichtungszeiten besonders dynamisch:

  • Das Motiv wird mit einer sehr kurzen Belichtungszeit „eingefroren“ und damit werden Dinge sichtbar, die das menschliche Auge als Moment auf diese Art nicht erfassen kann.
  • Sich bewegende Teile des Motivs werden durch die Wahl einer langen Belichtungszeit unscharf dargestellt

Letzteres erzielt man bei Tag durch den Einsatz von ND-Filtern. ND-Filter sind neutralgraue Filter, die einen Teil des Lichtes blocken und nicht durch das Filterglas fallen lassen. Dadurch wird das Foto erst einmal dunkler. Durch die Verlängerung der Belichtungszeit erhält man aber wieder ein korrekt belichtetes Foto und den gewünschten Effekt. Die Rollei-ND-Filter bieten eine grandiose Farbneutralität und dabei extrem geringe Reflexionen. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken, als Einschraubfilter oder auch Rechteckfilter für den Filterhalter Mark II von Rollei.

In unserem ersten Teil der Serie zum Thema Filterfotografie erfahren Sie mehr zu den Grundlagen beim fotografieren mit Filtern.

Ich setze ND-Filter in der klassischen Langzeitbelichtung in zwei primären Fällen ein:

  • In der Landschaftsfotografie, um sich bewegendes Wasser oder Wolken weichzuzeichnen, zum Beispiel an Wasserfällen, Brandung oder bei Wolkenzug in der Architekturfotografie
  • Bei der Städtefotografie, um Personen/Verkehr auszublenden

Mehr zum Thema Langzeitbelichtung und Verwendung von ND-Filtern erfahren Sie in diesem Video:


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